Donnerstag, 29. September 2016

58. Helmholtz Open Science Newsletter ist online

http://os.helmholtz.de/bewusstsein-schaerfen/newsletter/archiv/newsletter-58-vom-29092016/


Aus dem Inhalt:
  • HZB beschließt Richtlinie zu Forschungsdaten
  • Leistung aus Vielfalt: Positionspapier des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII)
  • ORCID-DE-Konsortium im Aufbau
  • Workshops zu wissenschaftlicher Software und Forschungsdaten
  • BMBF veröffentlicht Open-Access-Strategie 
  • Machbarkeitsstudie zur Umstellung auf OA Gold an amerikanischen Universitäten
  • EU-Kommission veröffentlicht Entwurf zur Novellierung ihrer Urheberrechts-Richtlinie
  • JOIN² – gemeinsame Repositoriensysteme (nicht nur) in der Helmholtz-Gemeinschaft
  • Neue Preprint-Server nach dem Vorbild von arXiv
  • Literaturhinweise

Jahresbericht 2015 der ULB Düsseldorf erschienen

In ihrem Jahresbericht 2015 informiert die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Düsseldorf über ihre Aktivitäten, ihre Services und deren Nutzung. Neben der Darstellung der Ergebnisse der Bibliothek und der entsprechenden Kennzahlen liegt ein besonderes Augenmerk auf der Dokumentation der vielfältigen Produkte und Projekte der ULB sowie deren Weiterentwicklung. Das Highlight des Berichtsjahres war die Vortragsreihe "Schätze der ULB", für die die ULB anlässlich des Jubiläumsjahres der Heinrich-Heine-Universität viele renommierte Wissenschaftler gewinnen konnte. Darüber hinaus finanziert die DFG die Beteiligung der ULB am nationalen Projekt "Digitalisierung und Erschließung der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts" (VD18). 2015 erschien außerdem der ebenfalls mit Fördermitteln der DFG erstellte 4. Band des Handschriftenkatalogs der ULB "Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Signaturengruppe D in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf"

Der Jahresbericht 2015 ist digital verfügbar unter http://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=39578. Alle anderen Jahresberichte der ULB Düsseldorf zurück bis ins Berichtsjahr 2005 stehen unter http://www.ulb.hhu.de/ueberblick-gewinnen/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/jahresbericht-der-ulb.html zum Abruf bereit.

Open Access-Strategie der Bundesregierung

Forschungsergebnisse in Deutschland, die aus Steuermitteln finanziert werden, sollen künftig unentgeltlich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Das sieht eine Open Access-Strategie der Bundesregierung vor, deren Umsetzung am 20.09.2016 vom Bundesforschungsministerium gestartet wurde. Jeder soll im Internet kostenlos auf die einschlägigen Artikel zugreifen, sie lesen und weitergeben können.

Bislang werden viele steuerlich geförderte Forschungsergebnisse in kommerziellen Publikationen oder kostenpflichtigen Datenbanken veröffentlicht. Die Forscher sollen auch künftig frei entscheiden können, ob und in welcher Zeitschrift sie publizieren wollen. Viele Verlage haben bereits Open-Access-Angebote entwickelt oder eröffnen den Autoren die Möglichkeit, ihre Artikel neben der Druckpublikation zusätzlich in diesen neuen Formaten zu veröffentlichen.

Per Screencast Lernvideos mit geringem Aufwand produzieren

Lernvideos eignen sich besonders, um Inhalte anschaulich darzustellen oder Lernenden zugänglich zu machen, die nicht bei der Lehrveranstaltung dabei sein können. Wie Lehrende mit geringem Aufwand eigene Lernvideos per Screencast produzieren können, welche Soft- und Hardware dafür nötig ist und was bei Ton, Schnitt und Upload zu beachten ist, erzählt Gastautor Björn Lefers. ... [mehr] https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/233512/per-screencast-lernvideos-mit-geringem-aufwand-produzieren

dbv sieht bei Richtlinienentwurf zum EU-Urheberrecht weiteren Gesprächsbedarf

Mit seiner Pressemitteilung vom 20. September 2016 nimmt der Deutsche Bibliotheksverband  Stellung zur geplanten Urheberrechtsreform auf EU-Ebene. Die Europäische Kommission hat am 14.09.2016 einen Entwurf für zwei Richtlinien und zwei Verordnungen zur Anpassung des europäischen Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts vorgelegt. Einzelne Vorschläge (digitale Langzeitarchivierung, gesetzliche Verankerung von vergriffenen Werken, Erleichterung für blinde und sehbehinderte Menschen) versprechen zwar Verbesserungen gegenüber der derzeitigen Rechtslage, jedoch sieht der dbv weiteren Gesprächsbedarf bei den Themen Text und Data Mining, Lehre, grenzüberschreitende Fernleihe und Ausleihe von E-Books. Die Stellungnahme des dbv steht unter http://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse/presse-details/archive/2016/september/article/deutscher-bibliotheksverband-sieht-bei-richtlinienentwurf-zum-eu-urheberrecht-weiteren-gespraechsbed.html zur Verfügung. Der Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission steht unter https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/modernisation-eu-copyright-rules zum Abruf bereit. 

BID verleiht Karl-Preusker-Medaille 2016 an Thomas Beyer

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2016 an Thomas Beyer, den Bürgermeister der Stadt Wismar und Vorsitzenden des dbv-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Bundesvereinigung würdigt damit das Engagement Beyers für den Ausbau der landesweiten Bibliotheksinfrastruktur und für den Erhalt vieler kommunaler Bibliotheken und Informationseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Auszeichnung wird am 01.11.2016 in der Stadtbibliothek Wismar verliehen.

Exlibris-Portal der Stadtbibliothek Mönchengladbach seit August 2016 frei zugänglich


Unter http://www.exlibrisportal.moenchengladbach.de/ hat die Stadtbibliothek Mönchengladbach circa 50.000 Exlibris aus der Sammlung Dr. Gernot Blum veröffentlicht. Dazu gehören Exlibris aus fünf Jahrhunderten, ein nach Ländern geordnetes Künstlerverzeichnis mit mehr als 3.000 vorhandenen Künstlern und allgemeine und spezielle Literatur rund um das Exlibris. Mit Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Landschaftsverbandes Rheinland sind somit Exlibris u.a. aus folgenden Ländern abrufbar:  Deutschland (ab 1850): 25.000 Exlibris, Italien: 4.400, Frankreich: 1.973, Niederlande: 4.716. Die Stadtbibliothek Mönchengladbach beantwortet auf ihrer Website auch die Frage "Exlibris – was bedeutet das eigentlich und was verbirgt sich dahinter?"